Samstag - 21. September 2019
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Minimal-invasive Biopsieverfahren



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  Minimal-invasive Biopsieverfahren haben operative Eingriffe in der Brustkrebsdiagnostik verdrängt. Mit diesen ambulant durchführbaren Verfahren können schonend Gewebeproben aus der Brust entnommen werden. Eine bösartige Brusterkrankung kann entweder ausgeschlossen oder nachgewiesen werden. Die exakte Diagnose einer bösartigen Veränderung erlaubt eine individuelle Therapieplanung vor der Operation. Gleichzeitig sind die Biopsieverfahren in der Lage, gutartige Veränderungen mit ausreichender Treffsicherheit zu klären, um damit unnötige Operationen und größere Narben zu vermeiden.

Wichtige Voraussetzung für die zuverlässige Klärung auffälliger oder verdächtiger Befunde sind die Wahl der geeigneten Biopsiemethode und deren qualitätsgesicherte Anwendung. In unserer Praxis arbeiten wir mit den Verfahren der Hochgeschwindigkeitsstanz-(Core-) Biopsie und der Vakuumbiopsie.

Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie
Nach örtlicher Betäubung und bei Verwendung einer speziellen Hohlnadel werden mehrere Gewebeproben eines abzuklärenden Bezirkes entnommen. Dies erfolgt entweder mit mammographischer oder sonographischer Unterstützung. Die Stanzbiopsie ist mit einer nur minimalen Traumatisierung verbunden, die Komplikationsrate ist äußerst gering.

Vakuumbiopsie
Computerassistiert wird eine im Vergleich zur Stanzbiopsie größere Gewebemenge entfernt. Nach örtlicher Betäubung erfolgt die einmalige Platzierung der Spezialnadel, die mit einem Vakuumsystem verbunden ist.

Die Vakuumbiopsie dient der Abklärung von nicht tastbaren Befunden, die mammographisch aufgefallen und mit Ultraschall nicht darstellbar sind. Ein Vorteil dieser Methode liegt in der höheren Treffsicherheit und der repräsentativen Gewebegewinnung bei der Untersuchung von Mikrokalkarealen der Brust.



Patienteninformationen



Mögliche Begleiterscheinungen
Leichte Schmerzen und ein Spannungsgefühl können während der Biopsie auftreten; diese Beschwerden klingen jedoch relativ schnell ab. Blutergüsse sind nicht immer zu vermeiden; diese sind allerdings meist harmlos und erfordern keine Behandlung. Stärkere Blutungen sind extrem selten.Wundheilungsstörungen, Entzündungen sowie allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel sind äußerst seltene Komplikationen. Das Risiko einer Zellverschleppung im Stichkanal ist extrem gering – es sind keine Studien bekannt, die hieraus einen Nachteil für die Patienten erkennen lassen.

Gründe, die Untersuchung nicht durchzuführen
Bei schwerer Blutgerinnungsstörung oder unter Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln wie Marcumar oder Aspirin.

Dauer
Der gesamte Untersuchungsablauf dauert in Abhängigkeit vom gewählten Verfahren etwa 30 bis 60 Minuten.

Nachsorge
Ein Kompressionsverband kann am Folgetag entfernt werden. Eine spezielle Nachsorge ist nicht erforderlich.

 
 
Letzte Aktualisierung:
April 2019

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