Samstag - 21. September 2019
Sprechzeiten (nach Terminvergabe)
Montag bis Donnerstag: 8 – 18 Uhr
Freitag: 8 – 13 Uhr



Kontakt über die Zentrale Stelle Berlin:
Tel. 03342 426900 · Fax 03342 4269010
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Der Ablauf eines Termins / einer Untersuchung



» Die Einladung erfolgt alle zwei Jahre
» Vor der Teilnahme gut informieren
» Die Untersuchung findet in einer Screening-Einheit statt
» Ausfüllen des Anamnesebogens
» Gespräch mit der Röntgenassistentin
» Durchführen der Mammographie
» Befundung durch einen qualifizierten Arzt
» Doppel-Befundung erhöht Zuverlässigkeit
» Besprechung der Befunde in der Konferenz
» Das Ergebnis kommt per Brief
» Abklärung eines verdächtigen Befundes
 




Die Einladung erfolgt alle zwei Jahre



Im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden Sie alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen.
Das ist ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Die Einladung zur Mammographie, einer Röntgenuntersuchung der Brust, wird von der sogenannten Zentralen Stelle verschickt. Sie ist für den Versand und die Organisation der Einladungen zuständig.

In der Einladung wird Ihnen ein Termin für das Mammographie-Screening angeboten und auch die für Sie zuständige Screening-Einheit mit vollständiger Adresse genannt. Dort wird die Röntgenuntersuchung durchgeführt.



Vor der Teilnahme gut informieren



 

Mit dem Einladungsbrief wird Ihnen ein Merkblatt zugeschickt, das Sie über die Hintergründe, Ziele, Inhalte und den Ablauf des Screening-Programms informiert. Lesen Sie das Merkblatt bitte sorgfältig durch.

Weitere Informationen und Broschüren finden Sie auch auf dieser Internetseite. Ob Sie an dem Programm zur Früherkennung von Brustkrebs teilnehmen, entscheiden Sie selbst. Die Teilnahme an der Untersuchung ist freiwillig.

  


Die Untersuchung findet in einer Screening-Einheit statt



 

Die Untersuchung wird in einer Screening-Einheit durchgeführt. Das ist ein Zentrum, das auf das Mammographie-Screening spezialisiert ist. Es wird von erfahrenen Ärztinnen oder Ärzten geleitet, die für das Screening eine spezielle Zulassung haben.

Bitte bringen Sie zum Untersuchungstermin in die Screening-Einheit Ihre Versichertenkarte mit. Die Untersuchung ist für gesetzlich Versicherte kostenlos, für privat Versicherte können individuelle Regelungen gelten. Eine Überweisung ist nicht notwendig.

  


Ausfüllen des Anamnesebogens



  Wenn Sie sich am Empfang der Screening-Einheit gemeldet haben, werden Sie gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Der Bogen dient dazu, Ihre persönlichen Daten zu erfassen und mögliche Vorerkrankungen zu erfragen. Ihre Angaben und Untersuchungsergebnisse unterliegen grundsätzlich der ärztlichen Schweigepflicht.

  


Gespräch mit der Röntgenassistentin



Anschließend nimmt Sie eine Röntgenassistentin in Empfang. Sie wird bei Ihnen die Mammographie durchführen. Dafür ist sie speziell geschult worden. Die Röntgenfachkraft befragt Sie vor der Untersuchung nach Beschwerden und Erkrankungen der Brust und bespricht mit Ihnen den Fragebogen. Gerne beantwortet sie auch Ihre Fragen zur Untersuchung und zum Screening-Programm.

Sowohl für ein Informationsgespräch als auch für die Untersuchung ist deshalb keine Ärztin oder kein Arzt nötig.



Durchführen der Mammographie



Die Mammographie wird von der Röntgenassistentin an streng kontrollierten Geräten durchgeführt. Sie macht von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen in unterschiedlichen Positionen. Einmal wird die Brust von oben nach unten durchleuchtet. Der medizinische Fachausdruck für diese Einstellung lautet "cranio-caudal". Und sie wird schräg von der Mitte her zur Seite ("medio-lateral-oblique") duchrleuchtet.

Um das Brustgewebe gut darstellen zu können, wird die Brust kurz zusammengedrückt. Dieses Zusammendrücken kann unangenehm, manchmal auch schmerzhaft sein. Der Druck ist aber notwendig, um mit möglichst geringer Strahlendosis aussagekräftige Aufnahmen erstellen zu können.



Befundung durch einen qualifizierten Arzt



 

Bei der Auswertung der Mammographie-Aufnahmen wird im Screening-Programm ein hoher Qualitätsstandard verlangt. Die Bilder werden von besonders qualifizierten Ärzten und Ärztinnen beurteilt. Sie sollen möglichst keine Veränderung übersehen, aber auch keinen harmlosen Schatten als verdächtig werten.

Alle Ärzte und Ärztinnen, die Bilder befunden, müssen unter anderem jedes Jahr Aufnahmen von mindestens 5.000 Frauen beurteilen.

  


Doppel-Befundung erhöht Zuverlässigkeit



 

Alle Aufnahmen Ihrer Brust werden von mindestens zwei Fachärztinnen oder Fachärzten unabhängig voneinander Millimeter für Millimeter analysiert. Das ist eine sogenannte Doppel-Befundung. Die Zuverlässigkeit der Befunde wird dadurch nachweislich erhöht.

Bei etwa 95 Prozent der untersuchten Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs.

  


Besprechung der Befunde in der Konferenz



  Hat ein Arzt oder eine Ärztin auf den Röntgenaufnahmen eine Auffälligkeit entdeckt, so werden die Bilder gemeinsam mit der Leiterin oder dem Leiter der Screening-Einheit erneut besprochen. Das geschieht in einer wöchentlich stattfindenden Konferenz. Die regelmäßigen Konferenzen sind sehr wichtig, denn sie steigern die Qualität und die Sicherheit der Befunde und des gesamten Programms.
  


Das Ergebnis kommt per Brief



Der hohe Sicherheitsstandard bei der Auswertung der Bilder braucht ausreichend Zeit. Daher erhalten Sie das Untersuchungsergebnis nicht am gleichen Tag. Da allen Verantwortlichen bewusst ist, dass die Zeit des Wartens für Sie belastend sein kann, wird keine Zeit vergeudet. Die Programmrichtlinie schreibt deshalb vor, dass Ihnen der Brief mit dem Ergebnis innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung vorliegen soll.

In den meisten Fällen wird das Ergebnis der Untersuchung lauten: Kein Verdacht auf Brustkrebs. Dann bekommen Sie in zwei Jahren wieder eine Einladung. Dies bedeutet aber nicht, dass innerhalb dieser zwei Jahre kein Brustkrebs entstehen kann. Deshalb: Bemerken Sie jedoch bis zur nächsten Untersuchung auffällige Veränderungen an Ihrer Brust, wenden Sie sich direkt an eine Ärztin oder einen Arzt.



Abklärung eines verdächtigen Befundes



Zeigen die Röntgenbilder jedoch eine verdächtige Veränderung, die abgeklärt werden sollte, werden Sie zu einer weiteren Untersuchung eingeladen. Zuvor bespricht die leitende Ärztin oder der leitende Arzt der Screening-Einheit mit Ihnen Ihre Aufnahmen und die weiteren Schritte. Zu der Untersuchung können Sie eine Person Ihres Vertrauens mitbringen.

Bei fünf von sechs Frauen, die zu einer weiteren Untersuchung eingeladen werden, stellt sich der Verdacht auf Brustkrebs aus der ersten Mammographie dann als unbegründet heraus. Lässt sich ein Verdacht bei weiteren Untersuchungen nicht ausräumen, ist eine Gewebeentnahme aus der Brust notwendig.

Erhärtet sich der Verdacht auf Brustkrebs, wird die Patientin in einer qualifizierten Klinik betreut und behandelt.


 
 
Letzte Aktualisierung:
April 2019

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